Meissen Porzellanmanufaktur

Porzellan wurde seit Anfang des 13. Jahrhunderts aus China zu hohen Preisen an die europäischen Fürstenhäuser geliefert. Um sich von den teuren Importen unabhängig zu machen, versuchte man in Sachsen, das gut gehütete Geheimnis der Herstellung des „weißen Goldes“ zu lüften.

Meißen – Geburtsstätte des europäischen Porzellans

Nach zahlreichen Experimenten gelang es schließlich 1708 – nahe Dresden – in Meißen unter der Leitung von Johann Friedrich Böttger das erste europäische weiße Porzellan herzustellen. In der Folge wurde 1710 die „Königlich-Polnische und Kurfürstlich-Sächsische Porzellanmanufaktur“ gegründet. Heute ist dies die Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH, deren erste Produktionsstätte die Albrechtsburg in Meißen war.

Meissen Porzellan – meisterliche Handwerkskunst

Herausragendes Merkmal des Meissener Porzellans ist seine Qualität, die höchsten Ansprüchen gerecht wird. Dies beginnt beim Material. Für die Porzellanherstellung wird der Grundstoff Kaolin in einem firmeneigenen Bergwerk gewonnen. Aus ihm wird in einem aufwendigen, langen Verfahren der Rohstoff hergestellt, aus dem das Meissener Porzellan modelliert wird. Aus diesem Porzellan entsteht hochwertiges Geschirr in den verschiedensten Formen – von elegant schlicht bis kunstvoll ausgestaltet. Es entstehen aber auch filigrane Figuren und Plastiken, außergewöhnliche Vasen, exquisite Services – alles handbemalt von Künstlern, die den durchgängig hohen Qualitätsanspruch jeweils mit ihrer Handschrift umsetzen.

Zur Herstellung eines so hervorragendes Porzellans bedarf es langer und intensiver Übung. Die – in der Manufaktur durchgeführte – Grundausbildung der Former, Maler und Bossierer dauert mehr als drei Jahre. Danach werden die Techniken im Laufe vieler Jahre kontinuierlich verfeinert und perfektioniert.

Meissen Porzellan – höchste Qualität

Die Marke Meissener Porzellan ist bekannt für ihren extrem hohen Qualitätsanspruch und natürlich das typische Meissner Zwiebelmuster. Die traditionellen Formen werden sorgsam bewahrt und gepflegt. An neues Design werden höchste Ansprüche gestellt. Der Herstellungsvorgang wird laufend kontrolliert. Geschulte Prüfer begutachten jedes fertige Produkt – Tassen, Teller, Schüsseln, Vasen, Figuren – und lassen nicht den kleinsten Fehler durchgehen. Diese Sicherung höchster Qualität im gesamten Herstellungsprozess hat der Marke Meissener Porzellan zu ihrem hervorragenden Ruf und weltweiter Anerkennung verholfen.

Meissen Porzellan – das Original mit der Schwertermarke

Die Rezepturen und Techniken der Herstellung werden seit Begründung der Manufaktur streng geheim gehalten und waren nur wenigen Mitarbeitern der Firma und nur jeweils in Teilen bekannt gemacht. Sehr früh wurde Meissener Porzellan aber auch zu einer Marke, denn bereits seit 1720 wird auf jeden Teller, jede Tasse, jede Vase, jede Figur, eine fälschungssichere Markierung – die „Gekreuzten Schwerter“ – angebracht. Damals wie heute wird das Markenlogo von Hand mit blauer Unterglasurfarbe auf das Porzellan aufgebracht und im Rahmen der Fertigung dauerhaft eingebrannt.

Meißner Porzellan – vielfältige Welt der Formen

Die verschiedenen Formen und die unterschiedlichsten Dekore des Meißner Porzellan lassen Wünsche offen. Ob das opulente Royal B & X mit Dekor in gold, das spielerische Schwanendesign oder die modernen Designs von Meissen Cosmopolitan und Neuer Ausschnitt – sie alle gewinnen zusätzlich durch die große Bandbreite an Dekoren, darunter nicht nur klassisches Blau oder Gold. Die bekanntesten sind das blaue Zwiebelmuster und die Dekore mit Drachen und mit Goldrand. Blumen-, Früchte-, Vogel- und Schmetterlingsdekore stehen neben Jagdszenen, Landschafts- und Märchendekore. Exotische indische und asiatische Motive zieren ebenso das Meissner Porzellan wie Jugendstil- und Streifendekore.