Seltmann Weiden

Der Porzellanhersteller Seltmann Weiden gehört langjährig etablierten deutschen Porzellanherstellern und hat in den Jahrzehnten seit der Gründung verschiedene Manufakturen und deren Formschatz in die Unternehmensgruppe integriert. So dass heute Geschirr Porzellane für den privaten, wie auch den gewerblichen Bereich (Gastronomie) und hochwertige Einzelfiguren für Liebhaber und Sammler für Kunden weltweit an Standorten in Deutschland gefertigt werden.

Die Unternehmensgruppe entwickelte sich aus den 1910 gegründeten „Porzellanfabriken Christian Seltmann“ und der 1957 eingegliederten „Königlich Privilegierte Porzellanfabrik Tettau“ (gegründet 1794) sowie weiteren Porzellan Manufakturen, darunter:

Königlich Tettau

Die „Königlich privilegierte Porzellanmanufaktur Tettau“ ist seit 1957 Teil der Seltmann Weiden Unternehmensgruppe.
Die Geschichte der Manufaktur begann jedoch schon im späten 18. Jahrhundert als der bekannte Naturforscher Alexander von Humboldt für die Errichtung einer Porzellanmanufaktur eintrat und sich beim preußischen König Friedrich Wilhelm für dieses Vorhaben einsetzte. Daraufhin erhielten die beiden Gründer, Georg Christian Friedmann Greiner aus Kloster Veilsdorf und der Coburger Kaufmann Johann Friedrich Paul Schmidt, am 28. Dezember 1794 das königliche Privileg zur Porzellanproduktion.
Greiner widmete sich in den folgenden Jahren der Entwicklung des reinweißen, lichtdurchlässigen „Tettauer Scherbens“, dessen Porzellan mit der Markierung „T“ versehen wurde und sich international als begehrte Kostbarkeit etablierte. Seit den 1960er Jahren ist die „Königlich privilegierte Porzellanfabrik Tettau“ Teil der Seltmann Weiden Gruppe.

Dort verschmelzen bewährte Traditionen und handwerkliches Können mit hochmodernen Produktionsanlagen. Die Bereiche Produktion, Vertrieb und Verwaltung der „Königlich privilegierten Porzellanfabrik Tettau“ wurden in die Standorte der Seltmann-Gruppe in Rudolstadt/Volkstedt und Erbendorf integriert.

Porzellanmanufaktur Scheibe-Alsbach

Die Thüringer Porzellanmanufaktur Scheibe-Alsbach wurde 1835 gegründet und erlangte in nur wenigen Jahrzehnten weltweite Bekanntheit. Bereits um 1850 fanden ihre Figuren-Kollektionen aufgrund der herausragenden handwerklichen Qualität große Anerkennung, sodass Scheibe-Alsbach als einzige Thüringer Manufaktur in der Lage war, figürliches Porzellan in großen Stückzahlen zu produzieren.

Auch heute noch werden die Werke von Scheibe-Alsbach ausschließlich in Handarbeit gefertigt, wobei die Manufaktur auf einen wertvollen Fundus an Formen zurückgreifen kann. Die Künstler der Manufaktur beherrschen zudem meisterhaft die Kunst der Bisquitfigurenherstellung.

Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst

Im Jahr 1909 gründete Max Adolf Pfeiffer eine Kunstabteilung innerhalb der Unterweissbacher Werkstätten für Porzellankunst. Nachdem Pfeiffer im April 1913 die Werkstätten in Unterweissbach verließ, zog er nach Meißen, um dort größere Möglichkeiten zu nutzen. In den 1920er Jahren verlegten die „Werkstätten“ ihre Produktion zusammen mit den Modellen und Formen nach Volkstedt, das damals vorübergehend mit Unterweissbach vereinigt war.

Unter der Leitung von Dr. Edmund Tröster erlebte das Unternehmen eine Weiterentwicklung und erweiterte sein Sortiment. Heute umfasst das Programm Figuren der Bildhauer Mauritius Pfeiffer, Dorothea Charol, Claire Volkhardt sowie weiterhin Werke von Otto Thiem, Martha Schlameus, Paul Scheurich, Etha Richter, Wilhelm Neuhäuser und auch Modelle heimischer Künstler wie Gustav Oppel, Arthur Storch und Hugo Meisel.